Ein Traum ging in Erfüllung. Ein Haibike, sogar eins mit Motor. Ich fahre gerne Fahrrad, durch den Wald, über die Felder. Leider reicht die Kondition nicht für all zu weite Strecken und das ein oder andere Gelenk zieht dann doch mal. Man wird halt älter.

Das es ein Haibike wird stand eigentlich immer Fest, aber die Entscheidung war dann doch nicht so klar wie ich das am Anfang dachte. Vor dem Kauf habe ich mich umfassend informiert. Tests gelesen, Beiträge gelesen und zu guter Letzt, war ich in einem großen Fahrradladen um einfach mal zu schauen.

Ein wirklich großer Unterschied lag für mich bei den drei Motoren die es so in den gängigen Modellen gibt. Brose, Yamaha und Bosch. Alle drei Motoren haben aus meiner Sicht etwas für sich. Beim Brose Motor ist das mit Sicherheit die Möglichkeit das Tretlager komplett vom Motor zu trennen. Man tritt dann bei ausgeschaltetem Motor nicht gegen den Motor an. Das Gewicht des Fahrrads ist natürlich trotzdem erhöht. Laut meiner Recherchen tritt man bei Yamaha und Bosch gegen 7% Widerstand an und das ist tatsächlich deutlich spürbar. Bei meinen Probefahrten empfand ich den Yamaha Motor als sehr sportlich aber irgendwie nicht gleichmäßig in der Leistung. Dagegen bot mir der Bosch Motor ein recht rundes Gefühl. Da mein Wunschmodell XDURO Allmnt 7.0 nur mit dem Bosch Motor zu kaufen war (2017) habe ich mich auch für den Bosch Motor entschieden. Seit 2018 baut Haibike die Räder mit dem Yamaha PX Motor.

Warum XDURO und nicht SDURO? Die Frage habe ich mir auch gestellt. SDURO bietet ja doch mehr Performance, gerade auf guten Waldwegen und natürlich komplett auf Feldwegen. Aber ich konnte mich nach einem Fatbike nicht auf diese “dünnen” Reifen einlassen, daher XDURO.

Die Austattungsvarianten werden bei Habike durch die Versionen bestimmt. Ich hatte mir auch die 5.0 und 6.0 Varianten angeschaut, aber in diesen Set-ups waren mir zuviele Komponenten die ich kannte und nicht haben wollte. Daher blieb ich bei 7.0 hängen. Hier finden sich Magura Bremsen und RockShox Dämpfer mit 150mm Federweg. Als Schaltung ist die Shimano SLX verbaut. Da kann nicht viel schief gehen.

Gereizt hätte mich tatsächlich die 10.0 Variante, weil dort dann auch eine Verbindung mit dem Smartphone möglich ist und man dann ggf. einfach ein mehr sehen könnte als auf dem kleinen Display das am Lenker vorhanden ist. Aber hier war der Geldbeutel dann zu schmal.

Die erste Fahrt mit dem neuen Bike war sehr beeindruckend und ich musste mich erst mal daran gewöhnen die Berge so schnell hoch zu kommen. Das Bike unterstützt in  vier Modi: ECO, TOUR, EMTB und TURBO. Der Turbo-Modus schiebt wirklich gewaltig den Berg hoch und man muss wirklich nur leicht treten. An dieser Stelle ein kleiner Hinweis: Auch beim Ebike muss man treten, es ist kein Roller, Mofa oder ähnliches. Dieser Trugschluss steckt anscheinend in vielen Köpfen. Bei EMTB und TOUR Modus kann man aus meiner Sicht sehr gut fahren wenn man eine gewisse Grundkondition hat.

Das Thema Reichweite ist natürlich nicht nur bei Elektroautos wichtig, sondern auch bei den Fahrrädern und hier muss man eben klar sagen. Wer auf Turbo fährt, wird nicht lange fahren. Ich denke bei einer kleinen Tour um die 25 km ist Ende. Im EMTB Modus kommt man auf ca. 35 km und im Tour Modus auf 50 km. Das Ganze mit einem 500W Akku. Natürlich geht rein rechnerisch mehr. Man kann auch gut 100 bis 120 km weit kommen, dazu muss man aber den Modus manuell an die Anforderung anpassen. Der seit einiger Zeit neue Modus EMTB kann das auch nicht ersetzen. (EMTB Modus kann per Update aufgespielt werden)

Neben dem Antrieb haben sich auch die Komponenten wirklich bewährt. Die Bremsen greifen sehr gut. Die Schaltung läuft top und die Dämpfer sind für mich völlig ausreichend. Ich bin mittlerweile 300km über Stock und Stein und es zu keinem Zeitpunkt unangenehm.
Bitte achtet bei der ersten Fahrt darauf, dass die Bremsen eingebremst werden müssen, sonst kann das mal ganz schnell auf der Nase enden.

In den verschiedenen Haibike Gruppen kommt auch immer wieder die Frage nach den Serviceintervallen auf. Hier müsste man eigentlich nur auf die letzten Seiten der Gebrauchsanweisung schauen, denn da steht’s. Bei 300 km die Erste, bei 1000 die Zweite und dann alle 1000km oder einmal im Jahr. Der Service sollte so um die 70 EUR kosten. Natürlich mehr, wenn etwas gemacht werden muss.

Einige Bilder von meinen Touren und vor allem beim Haibike, findet ihr hier:

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  1. Tom

    Morgen, findet beim Bremsen eine Rekuperation statt?

    1. kim.dela.pix

      Hallo Tom,

      nein, eine Rekuperation findet nicht statt. Diese Technik ist mir von keinem E-Bike bekannt.

      Grüße KDLP